Saturday 4. February 2012

Gewalt in der Familie nicht vertuschen

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs wendet sich gegen die Tabuisierung  von häuslicher Gewalt. Anlässlich des Starts der internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" am Sonntag, 25.November 2007, appelliert sie neuerlich an ihre rund 200.000 Mitglieder, Gewalt in der Familie nicht zu vertuschen, sondern die Frauenhelpline 0800 222 555 und Beratungsstellen zu nützen. Die zuständigen PolitikerInnen werden aufgefordert, in allen Bundesländern für eine ausreichende und auf Dauer gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser zu sorgen. Das lange versprochene Haus für junge Migrantinnen, die von Zwangsheirat bedroht oder Opfer von Misshandlungen sind, sollte endlich realisiert werden.

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs wendet sich gegen die Tabuisierung  von häuslicher Gewalt. Anlässlich des Starts der internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" am Sonntag, 25.November 2007, appelliert sie neuerlich an ihre rund 200.000 Mitglieder, Gewalt in der Familie nicht zu vertuschen, sondern die Frauenhelpline 0800 222 555 und Beratungsstellen zu nützen. Die zuständigen PolitikerInnen werden aufgefordert, in allen Bundesländern für eine ausreichende und auf Dauer gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser zu sorgen. Das lange versprochene Haus für junge Migrantinnen, die von Zwangsheirat bedroht oder Opfer von Misshandlungen sind, sollte endlich realisiert werden.

Gewaltbeziehungen effektiver als Straftat verfolgen

 

Die Leiterin des von der Katholischen Frauenbewegung initiierten St.Pöltner Frauenhauses, Maria Imlinger, plädiert für eine effektivere Strafverfolgung von Gewaltdelikten in der Familie. "Lang dauernde Gewalt in einer Beziehung, wie sie z. B. durch Bedrohung oder Erpressung der Partnerin geschieht, muss als Strafdelikt angesehen und stärker verfolgt werden", betont sie. Zu oft würden Verfahren auch bei deutlicher Körperverletzung eingestellt oder im Rahmen des außergerichtlichen Tatausgleichs abgehandelt. Imlinger tritt für ein Forcieren von Täterprogrammen per richterlicher Weisung ein. Die Strafe sollte ausgesetzt werden, wenn sich der gewalttätige Mann bereit erklärt, ein von den Männerberatungsstellen angebotenes Rehabilitationsprogramm zu absolvieren.   

Pfarrgemeinden sensibilisieren


Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, fordert mehr Bewusstseinsarbeit zu dieser Thematik in den katholischen Pfarren des Landes. "Dieses Problem darf in den Pfarren nicht verdrängt werden. Es erfordert sensible, verständnisvolle Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie mutige Frauen, Männer  und Jugendliche. Denn obwohl sich die kfbö seit Jahren bemüht, das Schweigen zur häuslichen Gewalt zu brechen, versuchen sicher noch immer zahlreiche Opfer häuslicher Gewalt das Bild von der friedvollen christlichen Familie aufrecht zu halten."
Die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" wird jedes Jahr vom 25. Novem-ber bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, durchgeführt. Sie steht heuer im Zeichen einer Kampagne des Europarates zur Problematik häuslicher Gewalt. Mehr Informationen über die verschiedenen Veranstaltungen
Link zu  www.aoef.at/tage/index.htm

Rückfragen bitte an:

 

Dr.in Mag.a Katharina Wegan

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice

 

Katholische Frauenbewegung Österreichs
Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
Spiegelgasse 3/II
1010 Wien
Tel: +43 1 51 552-3110

E-Mail: katharina.wegan[a]kfb.at

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